Sanierte Herrlichkeit mitten in London - mit Minimalismus zum Ziel!


Wintergarten - perfekter Rückzugsort

Als Rose Uniacke das erste Mal das 1859 für den englischen Künstler James ranni Swinton gebaute Haus in London sah, wollte er nur fliehen. Nichts war von dem Charme der alten Tage übrig: Der obig abgebildete Wintergarten verkam unter einem einzigen Oberlicht der 1970er Jahre zu einer Rumpelkammer. Erst als die Decke wieder durch eine gläserne Konstruktion ersetzt, Tonnen von Gips von der Backstein-Fassade gekratzt sind, erstrahlt der Wintergarten wieder im alten Charme.

Neues Treppenhaus mit Kamin  und Ausgang zum Wintergarten

Zusammen mit dem Architekten Vincent Van Duysen, bekannt für seine minimalistischen Einrichtungen, wurde der Umbau bzw. eher Neubau des 3-stöckigen Hauses inklusive Ballsaal und Wintergarten in Angriff genommen. Die Treppe aus Mahagoni und Portland-Stein wurde komplett neu installiert, auch wenn sie mit Barockspiegel und Kamin herrlich im alten Stil daherkommt...


Wohnen in Moos - der Mini-Garten für Aussteiger!


Garten im Glas - witzig mit Eisenbahn-Modell-Figuren

Michelle Inciarrano und Katy Maslow kreieren keine gewöhnlichen Terrarien für typische Wüstenbewohner wie Rennmäuse oder Schlangen, nein, sie setzen sich für ein pflegeleichteres Terrarium ein. Ihr "Twig Terrarium" besteht aus gewöhnlichem Moos, Kies und ein paar Figuren bekannt aus Eisenbahnmodellen. Und wie bei der Eisenbahn in Miniatur muss selbstverständlich auch in den Mini-Terrarien etwas Anrüchiges eingebaut werden. Wie den obligatorischen Pisser auf der Eisenbahn-Anlage, ohne den das Arrangement irgendwie nicht lebensecht wirkt. Wer seinen kleinen Mini-Garten nicht nur in Moos gestalten will, setzt Bubikopf oder feinhaarige Farne ein - der örtliche Florist oder das nächste Gartencenter beraten hierdrin bestimmt gerne.

Garten im Glas - witzig mit Eisenbahn-Modell-Figuren

Fensterputzer? Ist neben dem Maler oder der Camping-Gesellschaft schöne Kreationen für das gläserne Terrarium. Weitere Anregungen für den kleinen Garten im Glas sind bei Inhabitat zu sehen.

Paletten als Sideboard - raffiniertes Geschirr- und Weinregal zum Selbermachen!


Sideboard im selbstgemachten Industriedesign

Leider ist der Name des Restaurants entfallen und in den Wirren der Ordner verloren gegangen, aber nicht das Foto einer genialen Selbermachen-Idee: Wer über einen größeren Vorrat an Flaschen verfügt, nicht gerne Geschirr haushoch stapelt, wird sich über dieses praktische Sideboard freuen. Denn statt langer Bastelstunden im Keller oder Garage, muss hier lediglich ein paar gewöhnliche Euro-Paletten der Länge nach durchgesägt und übereinander gestapelt werden. Wer den rauen Charme im Industriedesign-Stil liebt, wird den Paletten außer ein wenig Holzöl nichts mehr antun. Andere können auch die Paletten in ihrer Lieblingsfarbe anstreichen. Kleiner Tipp: Besser farbige Wandfarbe zum Streichen nehmen, weil es sich in den Vertiefungen des Holzes leichter verteilt und anschließend mit Klarlack schützen. Wird zwar ein Farbton dunkler, aber das kann man bei diesem Sideboard selbst einschätzen bzw. ausprobieren. Ach so, und Unterlagen sowie lästiger Papierkram fürs Büro kann in den schmalen Schlitzen des Sideboards auch bestens aufgehoben werden...

Hier rückt die Natur dem Haus auf die Pelle...



In Accord, New York, gestaltet die amerikanische Architekten seit den 1970er Jahren ihr Zuhause. Oder sollen wir eher sagen, die Natur kreiert dieses Haus? Denn es sind die gwaltigen Aussichten aus den bodentiefen Fenstern in den umgebenden Wald, die das Haus und sein Innenleben mitgestalteten - in die schwedischen Sessel aus dem Midcentury design der 1950er Jahre hineinsetzen,  die Natur beobachten und genießen...

Ordentliches Aussehen in der Diele - mit Farbe!



In den meisten Fällen sieht der Flur aus wie eine Müllhalde: mehrere Jacken und Mäntel hängen wie Lumpen kreuz und quer über der Garderobe, Schuhe stapeln sich in einer Ecke als Stolperfalle, dazu kommen Taschen und Schirme, Schlüssel und Brillen - halt alles, was morgens in aller Hektik aufgeklaubt wird, um nicht für den Alltag vergessen zu werden. Was tun gegen den ersten Eindruck, wenn man die Haustür öffnet? Das Chaos übersehen, sagt der Mann. Aufräumen, immer wieder hinter allen hinterher Ordnung schaffen, sagt die Frau. Wir empfehlen kräftige Farbe für die Diele und geschlossenen Stauraum! Unter dieser Sitzbank verschwinden alle Schuhe, in den Kisten auf der Hutablage, alles was nicht sommers oder winters direkt benötigt wird. Der einheitliche Farbton der Garderobe bis zur Sitzbank vermittelt optisch Ruhe, wobei ein kräftiger Kontrast wie Aubergine und Lindgrün diesen Effekt positiv verstärkt. Wer wirklich jemanden von der Haustür aus beeindrucken will, hängt jedoch am besten in die Blickachse ein kleines Kunstwerk statt seiner Garderobe! Weitere tolle Tipps für den Flur zum Selbermachen auf Apartmenttherapy.

India: Art Now! Doshi Levien kreieren Leseraum im Kopenhagener Arken Museum für moderne Kunst


Doshi Levien Möbel von Moroso im Arken Museum

Das faszinierende Designer-Duo Doshien Levien gestaltete im Kopenhagener Arken Museum der modernen Kunst den Leseraum zur Ausstellung "India: Art Now". Selbstverständlich setzte das kreative Paar Nipa Doshi und Jonathan Levian ausschließlich ihr eigenes Design ein - von den "Paper Planes Chairs" von Moroso, die mit ihren hohen Rückenlehnen nicht nur zum Kopf anlehnen einladen, sondern auch ein Stückchen Privatsphäre kreieren...

Doshi Levien Möbel von Moroso im Arken Museum

...über das berühmte "My Beautiful Backside" Sofa, ebenfalls Moroso, bis hin zum farbenfrohen "Daybed" auf der linken Seite, das als einziges wirklich indische Gepflogenheiten wiederspiegelt. Denn seien wir ehrlich: Auch wenn die Inderin Nipa Doshi viel zwischen den Welten hin und her jettet, ist sie eigentlich durch ihre Ausbildung in London und der Zusammenarbeit mit ihrem schottischen Mann Jonathan Levien viel zu sehr vom neuen britischen Design, dem ewig modernen skandinavischen Design bzw. amerikanischen Midcentury Design beeinflusst. Aber die Welt wächst bekanntlich zusammen! Wenn es so hübsch aussieht wie im Leseraum des Arken Museums für moderne Kunst in Kopenhagen nehmen wir es gerne an!