Selbermachen: faszinierende Vogelhäuser
Faszinierend ist es immer wieder, was australische "Jack of all the trades" aus alten Dingen zaubern: Hier wird ein alter Kronleuchter zu einer einladenden Futterstelle umfunktioniert! Nachdem die Fassungen und alten Stromkabel herausgezogen sind, wird auf die vorhandenen kleinen Schälchen der Fsssung größere Schalen entweder geschraubt oder mit Heißkleber fixiert. Wer mag, füllt die Schalen mit unterschiedlichem Vogelfutter: Erdnüsse für Kleiber und Meisen, Sonnenblumenkerne für Grünfinken, Haferflocken und Weizen für Amseln - so gibt es bei diesem einladenden Buffet an der Kronleuchter-Futterstelle keinen Streit zwischen den Vögeln.
Wer keinen ausrangierten Kronleuchter findet, kann auch überschüssiges Porzellan für ein Vogelhaus wiederverwenden: Vor allem in farbenfrohem Dessin wird dieses Porzellan-Vogelhaus zum Hingucker auf der Terrasse oder mitten im Garten, obwohl wir keine so exotisch bunten Vögel hier haben wie in Australien. Vorteil dieses Vogelhäuschen ist es, dass ein Dach das Vogelfutter vor Regen schützt!
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"Atomic Age" oder "Space Design" der späten 60er Jahre
Selten hat man gute Fotografien aus den späten 1960er Jahren, die eine gestaltete Einrichtung darstellen: Meist sind irgendwelche Hippies in irgendwie vermüllten Buden zu sehen oder reine Filmkulissen. Diese Bilder stammen aus dem Archiv des teschechischen Innenarchitekten Zbyněk Hřivnáč, der in den Sechziger und Siebziger Jahren vorwiegend mit seinem Kollegen Jan Šrámek offizielle Einrichtungen der ehemaligen tschechoslavikischen Republik gestaltete. Räume, die nur Politikern und hochrangigen Besuchern vorbehalten waren und somit selten der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Faszinierend ist, dass sich hinterm dem "Eisernen Vorhang" in den kommunistischen Staaten ebenso das "Atomic Age" bzw. "Space Design" der Sechziger entwickelte wie oben in der Genfer Botschaft der ehemaligen Tschechoslovakei: Zu der geräuschhemmend abgehängten Decke im typischen Muster der kantengerundeten Quadrate gesellen sich verspiegelte Lampen und pilzförmige Leuchten.
Ein besonderen Augenmerk wollen wir dem schon oben in der Botschaft abgebildeten Sessel auf der linken Seite widmen, weil der Sessel einfach eine faszinierende Rückseite hat: Das gebogene Holzgestell wird durch eine große Metallscheibe dekorativ zusammengehalten; die bequeme Sitzschale ist vollständig gepolstert auf einen festen Untergrund. Leider sind solche Design-Entwürfe nicht in Serienproduktion gegangen, sondern lediglich in Handarbeit extra für diesen einmaligen Auftrag erstellt worden.
Selbst die übliche Stehleuchte der späten Sechziger bzw. frühen Siebziger steht im kommunistischen Staat - der stets neugierige Blick über den "Eisernen Vorhang" macht es möglich. Und so wurden auch "Atomic Age" bzw. "Space Design" - inspirierte Skulpturen mit den üblichen kleinen Kugeln gerne in den Räumen - wie hier in der tschechoslovakischen Botschaft in Washington - aufgestellt. Weitere Bilder und Information vom kommunistischen "Atomic Age" bzw. "Space Design" der Tschechoslovakei finden Sie bei Architonic.
Spieglein, Spieglein an der Wand - Inspirationen mit Spiegelglas
Selten wird ein Spiegel effektvoll im Zimmer eingesetzt: Entweder wir neigen zu verspielten Formen, die wie Bilderrahmen an der Wand hängen, oder wir nutzen sie rein zum funktionalen Abbilden unseres eigenen Ichs - versteckt als Badezimmerspiegel oder kleiner Flurspiegel. Selten setzen wir aber Spiegelglas ein, um einen Raum optisch zu vergrößern oder um Licht in dunklere Ecken zu führen. Fürchten wir unser Spiegelbild?
Auf Designsponge.com stellt Andreas Übele aus Stuttgart seine Einrichtung vor - erlesene Designklassiker in einer etwas minimalistischen Umgebung - und mit einem großzügigen Einsatz von Spiegelglas. Während oben der Blick zunächst auf den kleinen Eames Tisch (VITRA) auf dem rosafarbenen Teppich gelenkt wird, überrascht auf den zweiten Blick der lange Spiegel an der Seitenwand des Raumteilers. Ebenso wie dieser das Licht in die Raumtiefe lenkt, funktioniert auf dem zweiten Bild die verspiegelten Seitenwände des einfach weißen Billy Regals (IKEA). Hier bleibt aber der Blick eher an dem wahnsinnig geschwungenen Tisch hängen - ein Entwurf von Carlo Mollino für ZANOTTA - unbezahlbar...
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Farbkräftige Teppiche als Einrichtungsleitfaden
Nordafrikanische Teppiche verzeichnen gerne ein geometrisches Muster in kräftigen Farben, wobei Rot und Blau eine gewisse Vormachtstellung haben. Wer sich bei einem Urlaub in Tunesien in so ein Prachtstück an Teppich verliebt, steht zu Hause vor der Frage, wie man die Neuerwerbung am besten in der Einrichtung akzentuiert. Ist man in schlichtem Weiß an Wand und Boden eingerichtet, wird eine Verbindung zum auffälligen Teppich mit einem roten oder blauen Kissen auf dem hellen Sofa schnell geschlossen.
Gürtelregal - verrückte Regal-Idee mit Ledergürtel
Auf so eine verrückte Idee muss man erstmal kommen! Gürtel fürs Wandregal! Hält das denn? Es kommt natürlich auf zweierlei Dinge an: auf den Gürtel und natürlich, was man drauf stellen möchte. Sagen wir mal, als Bücherregal eignet sich diese leichte Regalkonstruktion gewiss nicht. Aber um etwas Sammelwertes oder drei kleine Blumentöpfchen nett zu arrangieren, hält das Wandregal, wenn anständige Ledergürtel und nicht so ein modischer Schnickschnack verwendet wird...
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Boheme? Aber natürlich französisch!
Dass diese wunderbare Einrichtung nur aus einer kreativen Ader entstanden sein kann, nimmt jeder angesichts der Farbenfroheit gleich zu Recht an: Myriam Balaÿ Devidal hat schon als Student der Kunsthochschule in Saint Etienne ein Faible für Stoffe, ihre Farben, Muster und Stofflichkeit. Selbstverständlich spiegelt sich ihr stoffliche Lust in ihrer Wohnung in Nimes wieder:
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