Bücherregal in ungewöhnlicher Form
Wir haben darüber palavert, dass Bücher heute keinen Wissensstand mehr für Inneneinrichter darstellen, da sie weniger sinnvoll wie in einer Bibliothek, sondern eher als reine Dekoration geordnet werden: Farbe und Design spielen in der heutigen digitalen Welt eben eine wesentlichere Rolle als das gedruckte Wort. Oder anders gesagt, wer nimmt heute noch ein Buch in die Hand, wenn man auch im e-book lesen kann? Somit ist es verständlich, dass das Bücherregal an sich ausgedient hat: Designer werden somit geradezu herausgefordert, sich eher mit der Wanddeko aus Büchern zu beschäftigen, was zu ganz witziger Wanddeko führen kann, wie dieser Bücherkopf eines unbekannten Designers, der durch die Pinterest-Seiten geistert.
Andrei Saltykov verwendet ebenfalls die praktische MDF/Laminat Kombination, um in einer dekorativen Form das Bücherregal zu gestalten: Nicht nur die Umrisse zeigen die U.S.A., sondern auch die Einteilungen verlaufen entlang der Grenzen der Bundesstaaten. Aufgrund dieser recht guten Aufteilung der Fläche entschied sich Andrei Saltykov für U.S.A. Hätte er Russland oder Großbritannien genommen, wären aufgrund der geringen Aufteilung in Bundesländern weniger Auflagefläche für Bücher, erzählt Andrei Saltykov in Dwell. Witzige Idee für wenige Bücher und ein paar Stehrümchen ...
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Bücherregal – ist es noch wert Bücher zu sammeln?
In Zeiten der Digitalisierung unsere Medien wird das Bücherregal zum reinen Dekoobjekt: Vorbei die Zeiten, als der Besuch klammheimlich die kleine Bibliothek des Hauses überprüft, ob der Gastgeber belesen ist! Vorbei die Zeiten, als man nur um die Stabilität der Regal-Konstruktion bangte, aber nicht um sein Aussehen. Statt die Bücher leicht auffindbar dem Alphabet entsprechend zu sortieren oder einem Sachgebiet entsprechend zu sammeln, werden heute Bücher lieber dekorativ in gleichfarbigen Stapeln untergebracht, wobei selbstverständlich ein ansehnliches Stehrümchen den Bücherstapel bewacht, dass auch keiner sich erdreistet ein Buch zu entwenden! Es würde ja gleich die heilige Ordnung, das farbliche Gleichgewicht im Regal zerstört!
Andere wiederum hängen gleich Kunstwerke vor ihr Bücherregal: Wer will das Gemälde denn erst abnehmen, bevor man ein Buch aus dem Regal nimmt? Niemand. Verlorene Bücher, die nur noch als bunte dreidimensionale "Tapete" existieren. Für Bücherfreunde ein klarer Dorn im Auge, der eindeutig signalisiert, dass hier nie und nimmer ein Buch in die Hand genommen wird!
Kommen wir zum letzten Beispiel zur Dokumentation des Werteverfalls der Bücher: Statt mit farbigen Einbänden den farbempfindlichen Designer zu stören, wird jedes Buch mit der Schnittkante präsentiert. Fehlende Regalbretter in der Nischekonstruktion plus die komplette Ausnutzung des Stauraums offenbaren den Wert des Buches: er tendiert gegen nichts. Denn falls man fündig wird, ein Buch zu lesen, wird das Entnehmen aus der Nische zu einer Qual, was auch der designverliebte Mensch nie und nimmer zulassen wird, da es sich hier nicht um eine Bücherregal, sondern um ein "Kunstwerk" handelt. Weitere Bilder nett anzusehender Regale für Bücher oder eher Dekoobjekte sind auf House Beautiful zu finden.
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Natürlichkeit – ein nicht totzukriegender Wohntrend des neuen Jahrtausends!
Der immer beliebte Trend des neuen Jahrtausend heißt Natürlichkeit: Und wie bekommt man in einer durchgestylten Einrichtung zwischen Designklassiker und Lieblingsstücken Natürlichkeit hinein? Erstens das Sofa mit Fellkissen (müssen keine Originale sein!) oder Wollkissen verschönern. Zweitens einen kuscheligen Wollteppich auslegen und drittens rustikales Holz in die Einrichtung einbringen wie hier durch eine charmante Kombination an unterschiedlich hohen Holzsäulen! Vorteil des flexiblen Couchtisch-Ensembels: es können die Zwischenräume mit Büchern, Kissen oder Plaids ausgefüllt werden – frei nach dem Motto: wer suchet, der findet.
Zweite Möglichkeit Natürlichkeit in eine moderne Einrichtung einzubringen, sind rustikale Holzdielen. Wem dies zu teuer oder unmöglich ist, muss sich mit einem Treibholzbrett auf metallenem Gestell zufrieden geben, dessen Couchtisch-Holz bitte nie mit der Holzfarbe des Dielenbodens übereinstimmt! Oder lieber einen außen hochglänzend lackierten Baumstamm als Beistelltisch? Verbindet genau den Anspruch zwischen Design und Natürlichkeit. Weitere Ideen der natürlichen Gestaltung beim französischen Magazin Cote Maison.
Solarbetriebenes Halo Haus der Chalmers Universität für Technologie
Studenten der schwedischen Chalmers Universität für Technologie entwickelten ein solarbetriebenes HALO Haus in ungewöhnlicher Form. Um jedwede Sonnenenergie auch in nicht sonnenverwöhnten Lagen auszunutzen, konstruieren sie ein zeltartiges Dach in "Amöbenform" aus Solarzellen auf einer wasserabweisenden Kunststofffolie, das zugleich auch eine überdachte und somit trockene Terrasse garantiert.
Im Innenbereich setzen die Studenten der schwedischen Chalmers Universität für Technologie auf sknadinavisches Design: Die äußeren Wände bestehen aus zertifiziertem, hellem Holz, der Boden aus breiten, naturbelassenen Dielen, beides weiß gekälkt. Leichte und somit flexible Möbel im skandinavischen Design runden das Wohnzimmer ab.
Ebenso hell und lichtdurchflutet präsentiert der Essbereich in der Küche. Um eine Vereinsamung des Menschen in der modernen digitalen Welt zu vermeiden, sind sowohl Wohnzimmer als auch Küche großzügig geplant. In dem mittleren Innenblock aus weiß lackiertem MDF befindet sich an den äußeren Wänden einerseits eine Bücher- und Medienwand im Wohnzimmer, andererseits die Küchenzeile.
Im Innenblock befinden sich sowohl Schlafzimmer als auch Bad sowie seitlich Stauraum und Haustechnik. Ob es jedermanns Sache sein wird in einer abgeschotteten Innenkabine (mit Lüftung?) zu übernachten, mag dahingestellt sein. Aber das durchdachte Konzept offeriert sowohl Strom als auch Heizung mittels Solarenergie und offeriert somit die strengen Standards für ein passives Haus. Weitere Informationen über das HALO Haus der schwedischen Calmers Universität für Technologie auf Plataforma Arquitectura.
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Kein verstecktes Spiel, sondern Farbe wagen: Treppe!
Gerne wird die Treppe in einem Haus nur ihrer Funktion überlassen: zum Treppesteigen. Wem die harten Stufen einer steinern oder metallenen Treppe zu kalt erscheinen, mag vielleicht noch über die haushaltsüblichen Teppich-Halbmonde zum Aufkleben denken. Aber Treppenstufen farbig gestalten? Erntet man nur Achselzucken. Dabei ist dieses Selbermachen mit ein wenig Farbe schnell getan!
Wem bunte Treppenabsätze in abgetönten Regenbogenfarben zu verspielt ist, wählt stattdessen die Farbe der Treppe in gleichem Ton wie der Wandfarbe. Weitere Ideen zum Selbermachen beim franzözischen Cote Maison Magazin.
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Verliebt in die Filigranität der britischen Marke ERCOL
Der gewisse Strebenbogen verführt: Lucian R. Ercolani gestaltet 1957 erstmals aus Ulmenholz die ERCOL Studio Couch No. 355. Über die Jahre in Vergessenheit geraten, produziert die britische Marke ihren Designklassiker wieder neu. Schließlich gerät das Mid-Century Design, besonders durch zahlreiche Fernsehserien wie "Mad Man" in den Fokus der Einrichtung. Und neben einem runden "George Nelson Table" als Beistelltisch sieht das filigrane Sofa nebst ornamental gemusterten Kissen bestens aus:
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