Bell Table von Sebastian Herkner - eine Skulptur an Couchtisch
Dieser Beistelltisch ist ein Hingucker! Kein Tisch, den man gedankenlos neben dem Sofa platziert und mit Zeitschriften über Zeitschriften vollstopft. Dieser Tisch ist eine gläserne Skulptur, die einen Ehrenplatz im Licht eines Fensters erhalten sollte: In seinem spiegelnden Design des Glases spielen Sonnenstrahlen, ziehen Wolken eindrucksvoll vorüber.
Der junge Designer Sebastian Herkner konstruiert den "Bell Table" 2010 als seine Abschlussarbeit für die Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach. Während der gläserne Fuß an farbige Weinflaschen erinnert, nimmt einen die polierte Messing-Unterseite des Couchtisches den Atem. Wie ein Trichter sitzt die Messinghaube auf dem Fuß und trägt eine schwarzgläserne Tischplatte. Es ist irgendwie ein Kopfüber-Design, stellen wir uns doch er ein Messinggestell mit Glasplatte vor als anders herum. Der wunderbare "Bell Table" von Sebastian Herkner wird in zwei Größen von deutschen Hersteller ClassiCon produziert, der sich vor allem mit der Reproduktion der eleganten Eileen Gray Möbel einen Namen macht.
Labels:
Design,
Designklassiker,
Möbel
Richard Neutra - die Hailey Residenz 1959
1959 baut und stattet der Star-Architekt Richard Neutra ein fantastisch elegantes Haus in den Hollywood Hills, Los Angeles, aus: Zur Straßenseite recht verschlossen, präsentiert sich das Haus zum Garten mit großen Fenstern, die das draußen und drinnen verschmelzen lassen:
Typisch für Richard Neutra sind die bodentiefen Fenster, die sich ebenerdig zur Terrassenfläche öffnen lassen. Ausgestattet mit Richard Schultz Gartensessel und einem stationären Grill lässt sich an warmen Abenden die Aussicht über die Hollywood Hills genießen. Belassen in seiner Originalausstattung über fünfzig Jahre sieht man eine große Zuneigung zum japanisch-amerikanischen Designer Isamu Noguchi: Sowohl eine Akari Stehleuchte mit dreibeinigem Stativgestell als auch...
Bartons Bonbonniere - ein zuckersüßer Laden der Fifties
Was für ein zuckersüßer Laden für Naschmäuler: 1952 eröffnet der Wiener Stephen Klein seinen neuen Laden "Bartons Bonbonniere" in Manhattan mit einem ungewöhnlich attraktiven Design der 1950er Jahre. Eben in einer Zeit als es noch üblich war, dass die Ladenausstattung keineswegs vom Verkauf der Waren ablenken sollte. Wie der Architekt Victor Gruen in der August-Ausgabe des Architectural Forum 1952 sagt, "nimmt sich das Laden-Design viel zu ernst". Und so setzt Victor Gruen für "Bartons Bonbonniere" die typischen kräftigen Farben der Fifties ein, setzt mit einfarbigen Flächen klare Ruhepunkte und zugleich visuelle Reize für das Auge.
Vor allem die Pendelleuchten an der Decke des Ladens sind so zuckersüß wie das Naschzeug: Victor Gruen kombiniert die typische Tütenlampe der Fifties mit den damals äußerst beliebten Calder-Mobilen zu einem neuen Leuchten-Design. Einfach ein Hingucker, oder? Wer weitere Bilder dieser ehemaligen Ladenausstattung "Bartons Bonbonniere" al zuckersüßes Design der 1950er Jahre genießen will, schaut sich auf Modernkiddo um.
Labels:
Design,
Designklassiker,
Leuchten
Sanierte Herrlichkeit mitten in London - mit Minimalismus zum Ziel!
Als Rose Uniacke das erste Mal das 1859 für den englischen Künstler James ranni Swinton gebaute Haus in London sah, wollte er nur fliehen. Nichts war von dem Charme der alten Tage übrig: Der obig abgebildete Wintergarten verkam unter einem einzigen Oberlicht der 1970er Jahre zu einer Rumpelkammer. Erst als die Decke wieder durch eine gläserne Konstruktion ersetzt, Tonnen von Gips von der Backstein-Fassade gekratzt sind, erstrahlt der Wintergarten wieder im alten Charme.
Zusammen mit dem Architekten Vincent Van Duysen, bekannt für seine minimalistischen Einrichtungen, wurde der Umbau bzw. eher Neubau des 3-stöckigen Hauses inklusive Ballsaal und Wintergarten in Angriff genommen. Die Treppe aus Mahagoni und Portland-Stein wurde komplett neu installiert, auch wenn sie mit Barockspiegel und Kamin herrlich im alten Stil daherkommt...
Wohnen in Moos - der Mini-Garten für Aussteiger!
Michelle Inciarrano und Katy Maslow kreieren keine gewöhnlichen Terrarien für typische Wüstenbewohner wie Rennmäuse oder Schlangen, nein, sie setzen sich für ein pflegeleichteres Terrarium ein. Ihr "Twig Terrarium" besteht aus gewöhnlichem Moos, Kies und ein paar Figuren bekannt aus Eisenbahnmodellen. Und wie bei der Eisenbahn in Miniatur muss selbstverständlich auch in den Mini-Terrarien etwas Anrüchiges eingebaut werden. Wie den obligatorischen Pisser auf der Eisenbahn-Anlage, ohne den das Arrangement irgendwie nicht lebensecht wirkt. Wer seinen kleinen Mini-Garten nicht nur in Moos gestalten will, setzt Bubikopf oder feinhaarige Farne ein - der örtliche Florist oder das nächste Gartencenter beraten hierdrin bestimmt gerne.
Fensterputzer? Ist neben dem Maler oder der Camping-Gesellschaft schöne Kreationen für das gläserne Terrarium. Weitere Anregungen für den kleinen Garten im Glas sind bei Inhabitat zu sehen.
Labels:
Garten,
Selbermachen
Paletten als Sideboard - raffiniertes Geschirr- und Weinregal zum Selbermachen!
Leider ist der Name des Restaurants entfallen und in den Wirren der Ordner verloren gegangen, aber nicht das Foto einer genialen Selbermachen-Idee: Wer über einen größeren Vorrat an Flaschen verfügt, nicht gerne Geschirr haushoch stapelt, wird sich über dieses praktische Sideboard freuen. Denn statt langer Bastelstunden im Keller oder Garage, muss hier lediglich ein paar gewöhnliche Euro-Paletten der Länge nach durchgesägt und übereinander gestapelt werden. Wer den rauen Charme im Industriedesign-Stil liebt, wird den Paletten außer ein wenig Holzöl nichts mehr antun. Andere können auch die Paletten in ihrer Lieblingsfarbe anstreichen. Kleiner Tipp: Besser farbige Wandfarbe zum Streichen nehmen, weil es sich in den Vertiefungen des Holzes leichter verteilt und anschließend mit Klarlack schützen. Wird zwar ein Farbton dunkler, aber das kann man bei diesem Sideboard selbst einschätzen bzw. ausprobieren. Ach so, und Unterlagen sowie lästiger Papierkram fürs Büro kann in den schmalen Schlitzen des Sideboards auch bestens aufgehoben werden...
Labels:
Möbel,
Selbermachen
Abonnieren
Posts (Atom)









