Feldbetten als Daybeds - gemütliche Ideen mit Jerome Dreyfuss
Am liebsten sind einem ja die Einblicke in das Zuhause der Designer: Selten sieht man hier eine Einrichtung on der Stange oder der neusten Entwürfe präsentiert wie in einem Möbelgeschäft wie bei Karim rashid. Nein, bei den meisten Kreativen ist die Wohnung eine Mischung aus Flohmarkt-Schick mit äußerst wenigen Designklassikern. So auch die Pariser Wohnung von Jerome Dreyfuss, der in seiner kurzen Karriere schon so den einen oder anderen modisch ausstattete. Hübsch bunt mt Kissen und Überzug wird über eventuelle Unzulänglichkeiten noch mit gehörigem Blattwerk getüncht. Schick sind aber zwei Punkte: Erstens die Feldbetten. Bei dem spartanischen Design mag man gar nicht ans Loungen denken. Hier aber kombiniert Jerome Dreyfuss dicke Matten und Kissen auf den Feldbetten und - voilá - sogar Modepüppchen würden sich bei der Party hierin pflanzen. Zweitens: Noch nie so eine nonchalante Aufhängung für einen Designklassiker gesehen. Die George Nelson Pendelleuchte einfach an einer Schnur mit dem Heizungsrohr verbunden! Okay, die Leuchte ist leicht, es ist wohl kein Durchgang und sie bleibt individuell in der Höhe einstellbar. Aber was würde der pingelige George Nelson sagen? Wahrscheinlich in seinem Ruhebett rotieren. Weitere Bilder bei The Coveteur.
Schon neugierig auf IKEA-Neuheiten?
Design-Freaks rümpgen gerne die Nase, wenn sie vom schwedischen Möbelhaus hören. Aber seien wir mal ehrlich, auch wenn nicht offensichtlich das Sofa und Billy Regal im Zimmer steht - irgendetwas hat sich immer von IKEA eingeschlichen. Sei es, dass es noch aus Kinder- und Studierzeiten übrig ist, man es noch gut erhalten von Verwandten geerbt hat oder weil findige Freunde einfach das schwedische Möbelhaus lieben und wirklich an Nichts vorbeigehen können. Unter den diesjährigen Neuheiten kommt genau dieser Sammel-Effekt zum Vorschein: Zum Beispiel der Ohrensessel von 1951, der sogenannte Lieblingssessel des Gründers Ingvar Kamprad.
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Spannende Glasböden - nicht für jeden Einsatz...
Erste Eindruck: Die sitzen doch mitten im Wasser! Zweiter Gedanke: Warum sehe ich dann Füße? Grund für diese fantastische optische Täuschung ist ein relativ dicker Glasboden, der nicht nur Mensch und Haustier, sondern auch schwere Polstermöbel trägt. Keine freischwebende Konstruktion - wie das von Freshome vorgestellte Bild verrät: Eine sich kreuzende Stahlkonstruktion trägt den Glasboden sicher über dem Wasser. Und weil sich dieses Hotel - jemand anderes kann sich wohl so eine teure Spielerei kaum leisten - über dem grün schimmernden Meerwasser der Malediven befindet, können hier auch noch faszinierend bunte Tropenfische beobachten werden. Stelle mir gerade vor, so ein Strandhaus über der Nordsee zu bauen: Mmmh, außer schlickfressende Wattwürmer, herumkrabbelnde Taschenkrebse und ein paar in der Flut verirrte mausgraue Fischchen wird wohl nicht sehr spannendes im flachen Strandwasser zu beobachten sein - oder?
Chez Le Corbusier - Studenten der Lausanner Uni entwerfen Design im Sinne des großen Meisters
Le Corbusier fasziniert mit seinem schlichten geradlinigen Design fast jeden, der sich für Design interessiert. Auch wenn in den letzten Jahren ein wenig sein Ruhm blätterte, weil herauskam, wieviel eigentlich Charlotte Perriand an "seinen" Designklassiker-Entwürfen Anteil hatte. Aber so waren die Goldenen Zwanziger Jahre (und viele Jahre später): die Frau schaffte und der Mann verkaufte!
Ausgehend von dem geschaffenen Le Corbusier Design setzten sich Studenten im Studiengang Produktdesign der Lausanner ECAL Universität unter der Führung von Elric Petit und Chris Kabel mit der Le Corbusier Design-Theorie auseinander, um in diesem Sinne Neues zu kreieren:
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Britischer Pop - das Citizen Hotel in London
Den Himmel voller Lampen! Das möchte man auch haben, wenn es auch erstens an der Verkabelung der Decke gerne scheitert, zweitens man nicht an die Stromkosten denken möchte. Aber ein Hotel wie das Citizen Hotel in London kann sich so eine Beleuchtung leisten! Kein geringerer als George Nelson entwarf diese bezaubernden Pendelleuchten, die vor allem in ihrem Formen-Mix so bestechend aussehen.
Pop! Zu riesengroßer Graffiti-like Wandgestaltung passen auch nur kräftig farbige Sessel: Verner Panton gestaltete in den späten 1960er Jahren den Heart Cone Sessel mit hochgezogen Schultern (Vitra), sodass es aussieht wie ein Herz. Ohne Herz-Schultern wirkt nicht nur, sondern ist auch der Cone Sessel und sein Fußhocker in Eiskegelform recht zierlich. Cool - die beleuchtete Wendeltreppe! So farbig illuminiert wird sogar Beton sexy.
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Femininer Stil - mal in unkitschig!
Es ist ja so eine Sache mit den Vorurteilen: Ist die Wohnung recht gedeckt in den Farbtönen, am besten in klarem Schwarz-Weiß wird von einer maskulinen Einrichtung gesprochen. Setzt sich Rosa-Pink in den Zimmern durch, ist es gleich feminin. Dabei sind gerade Kreative entweder für Farbe oder gerade aufgrund ihres Berufes für das Gegenteilige, also die Nichtfarben zu haben - unabhängig von ihrem Geschlecht.
Gerne wird feminin auch mit "romantisch verspielt" gleichgesetzt: Wenn vor lauter Krimskrams und Dekowahn nicht offensichtlich wird, dass sich hier ein Stuhl und dort ein Tisch befindet. Das es rosa-bunt und zugleich nicht verkitscht gehen kann, zeigt die Australierin Caitlin Wilson in ihrem Zuhause: Zum großformatigen Blumenmuster wird geometrisches Zickzackmuster, zu kräftigem Pink dunkles Blau und sommerlich leichtes Türkis entgegengesetzt. Alles mit einer Menge Holz in Parkett und Schrank bzw. schlicht farbigen Teppichen und Vorhängen und weißen Wänden umgesetzt, damit vor lauter Farbe kein Raum wie ein Kinderzimmer aussieht.
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